Wir Boomer sind OK!

Wir Boomer sind OK!

Die Diskussionen um die Auswirkungen des menschlichen Wirkens auf die Welt ist keine neuzeitliche Erfindung von Greta. Schon 1968 rief der Club of Rome zu nachhaltiger Entwicklung und zum Schutz der Ökosysteme auf. Vernünftige Menschen, dazu gehört auch unsere Generation der „OK-Boomer“ - eine Bezeichnung, mit welcher die Elterngeneration neuerdings abschätzig bezeichnet wird - haben in zahlreichen Lebensbereichen ihr Verhalten zugunsten der Umwelt und der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen angepasst. 

Wir wurden Mitglieder in Umweltverbänden, reisten mit Interrail in Europa umher und haben uns für erneuerbare Ressourcen aller Art eingesetzt. Zu Weihnachten gab es ein langlebiges Calida Pyjama und ein Buch oder eine Schallplatte. Heute liegen i-pads unter dem Tannenbaum, Fliegen ist für jeden erschwinglich und dank Alibaba, Amazon und günstigsten Transportkosten lassen sich viele jederzeit Billigstware aus Asien einfliegen. Das Handy in der Tasche ist ebenso eine Selbstverständlichkeit wie Musik und Filme zu streamen. Es geht den meisten in unseren Breiten derart gut, dass sie nicht mehr wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt. 

Was bleibt? Der Klimawandel. Natürlich man soll mit allen Ressourcen schonend umgehen, Forschung und Entwicklung sollen helfen, nachhaltiger wirtschaften zu können und erneuerbare Energien zu ermöglichen. Selbstverständlich soll man viel weniger Plastikabfall erzeugen und es schadet sicher niemandem, wenn wir weniger CO2 produzieren, es mag sogar helfen. Ich werde aber den Eindruck nicht los, der „Klimajugend“ gehe es vor allem darum, ein Feindbild zu konstruieren. Und dabei werden die gängigen Clichés bedient: SUV-fahrende Mütter, Dieselfahrzeuge, böse multinationale Konzerne und Banken sind offenbar schuld am Klimawandel. Der Aufstand richtet sich auch gegen die doofen Boomer, die für all den Luxus gesorgt haben, in welchem die Jungen heute leben „müssen“. Nun – mögen daraus Kräfte entstehen, die konstruktiv nach Lösungen suchen und es später besser machen als unsere Generation, die immerhin in kleinen, machbaren Schritten vieles zugunsten der Umwelt erreicht hat. Wir von der FDP bleiben dran und werden auch zukünftig viele kleine Schritte für eine bessere Umwelt tun. Denn viele kleine Schritte können irgendwann einen Sprung bedeuten. Und wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern auch keine Welt hinterlassen, in welcher sich nicht mehr leben lässt. 

In diesem Sinn wünsche ich der „Klimajugend“ entspannte Gespräche mit den Eltern und Grosseltern am Familien- und Festtagstisch und Ihnen allen einen zuversichtlichen Blick ins 2020.

Lilian Lauterburg, Landrätin FDP, Kehrsiten/Stansstad


Kontakt:                                                         

Stefan Bosshard, Präsident FDP.Die Liberalen Nidwalden, +41 79 243 10 06

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